Der Lügendetektor

Wie funktioniert ein Lügendetektor?

Wenn ein Mensch lügt, scheidet der Körper Hormone wie beispielsweise Adrenalin aus. Dies führt zu physiologischen Veränderungen, welche manchmal sogar auch ohne Messinstrumente erkannt werden können. Erröten, Schweissausbrüche, ein trockener Mund, Veränderung des Herzschlags, Blutdruckanstieg und eine veränderte Atmung etc. sind Beispiele hierfür. Ein Lügendetektor zeichnet diese Veränderungen auf und speist sie in einen Computer, welcher die Informationen auf Basis von wissenschaftlichen Algorithmen (entwickelt an der Utah University, USA) auswertet.

Wie exakt ist ein Lügendetektor?

Ein Lügendetektor-Test, so wie jeder andere medizinische Test, ist nicht hundertprozentig exakt. Meta-Studien von APA (American Polygraph Association) und weiteren zeigen auf, dass die Genauigkeit eines solchen Tests bei ca. 93% liegt. Die Genauigkeit kann bei einem körperlich sowie geistig gesunden Menschen höher sein.

 
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Beeinflusst die Nervosität das
Resultat?

Nein! Nervosität beeinflusst das Ergebnis eines Tests nicht. Es ist zu erwarten, dass jede Person, die sich einem Test unterzieht, nervös sein wird, ob sie die Absicht hat die Fragen wahrheitsgetreu zu beantworten oder nicht. Typischerweise bleibt eine befragte Person während des gesamten Testprozesses nervös und nicht bloss bei einer einzelnen Frage. Der Polygraph-Tester sucht nach aktionsspezifischen Resonanzen oberhalb des höheren Nervositätsniveaus des Befragten. Würde die Nervosität das Testergebniss beeinflussen, so würde niemand je einen Polygraphtest bestehen.